sevengardens und FEMIN-ART realisieren EU-Projekt in der Türkei

Foto: Besuch der Femin-Art Delegation in Deutschland(Essen, 27.09.2011) Essener Färbergartennetzwerk und türkische Künstlerinnenvereinigung kooperieren mit Kulturaustausch für zivilgesellschaftlichen Dialog

sevengardens kooperiert in einem durch die EU geförderten Kulturprojekt mit der FEMIN-ART Women Artists Association in Trabzon, Türkei.

Das Färbergartennetzwerk und Offizielle UNESCO Dekadeprojekt sevengardens ist eine Initiative des Essener Vereins atavus e. V. Über das Anlegen von Färbergärten und durch Programme und Workshops zur Nutzung von Naturfarben in Schulen, Kindertagesstätten, Qualifizierungsmaßnahmen, Kultur- und Jugendaustauschprojekten u.v.m. engagiert sich sevengardens insbesondere in der nachhaltigen Bildung. Daneben stehen die Erhaltung der Biodiversität und die Schaffung von regionalen Wirtschaftskreisläufen im Fokus der sevengardens Aktivitäten.

Auch das in Kooperation mit FEMIN-ART initiierte Projekt „From nature to art“ ist auf Natur- und Umweltschutz ausgelegt. Künstlerinnen der FEMIN-ART Vereinigung ernten ihre Färberpflanzen in einem Färbergarten in Maçka, in der türkischen Provinz Trabzon. Die daraus produzierten Pflanzenfarben sind für Künstler anschließend kostenlos über FEMIN-ART erhältlich.

Wesentlich für das „From nature to art“-Projekt ist der Austausch der beteiligten Akteure. Im Oktober d. J. besucht eine Delegation der FEMIN-ART Künstlerinnen Standorte von sevengardens Projekten im Ruhrgebiet und nimmt an sevengardens Workshops teil:

  • 04.10.2011: Färber-Symposium und Auftakt-Workshop im sevengardens Schleifmühlengarten in Essen.
  • 05.10.2011: Besuch des Färbergartenprojektes im Internationalen Mädchengarten* in der „Stadt der Weltdekade“ Gelsenkirchen, zugleich QuaSi-BNE Modellstadt.
  • 06.10.2011: Workshop "ebru" im mondo mio! Kindermuseum* mit Repräsentanten aus Trabzons Partnerstadt Dortmund.
  • 07.10.2011: Besuche bei Bauer Maas und der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule Königshöher Weg* in Wuppertal sowie Besuch der Gemeinschaftshauptschule Niedersprockhövel in Sprockhövel.
  • 08.10.2011: Besichtigung von Zeche Zollverein und Ruhrmuseum Essen, eine Haldentour und Besuch der Färbergärten im Kleingartenverein Am Trinenkamp*, Gelsenkirchen.
  • 09.10.2011: Abschlussworkshop in Essen

Vom 23. bis zum 25.10.2011 reist der Essener Künstler und sevengardens Initiator Peter Reichenbach, zusammen mit Dr. Esin Bozyazi, sevengardens Repräsentantin in der Türkei und Mitinitiatorin des FEMIN-ART Projektes, nach Trabzon, um dort einen weiteren Färbergarten anzulegen. Ostern 2012 wird Künstlern aus Nordrhein-Westfalen während einer 14-tägigen Reise nach Trabzon das Projekt „From nature to art“ vorgestellt.

Şükran Üst, FEMIN-ART Vorsitzende, will ihre Mitmenschen über das Projekt „From nature to art“ dazu animieren, Naturfarben zu verwenden und dadurch weniger gesundheitsschädigende Substanzen in die Naturkreisläufe einzubringen. „Wenn wir die Welt betrachten erkennen wir, dass chemische Produkte zwar in viele Bereiche unseres Lebens Einzug genommen haben, andererseits jedoch unser Leben negativ beeinflussen“, meint Şükran Üst. Im Hinblick auf die täglich wachsenden Schäden durch chemische Substanzen befürchtet Üst, „dass wir alle zukünftig von den Auswirkungen dieser Schädigungen betroffen werden.“ Die daraus resultierende Pflicht ist es, daran mitzuwirken, die Natur für zukünftige Generation sauber zu hinterlassen.

Für dieses Engagement erhält „From nature to art“ eine Förderung von 130.000 EUR aus dem EU-Rahmenprogramm des zweiten Projekts für den zivilgesellschaftlichen Dialog zwischen der EU und der Türkei . (http://europa.eu/legislation_summaries/enlargement/ongoing_enlargement/e50022_de.htm).

Weitere Informationen unter www.sevengardens.eu.


* Der Internationale Mädchengarten, das mondo mio! Kindermuseum, die Städtische
Gemeinschaftsgrundschule Königshöher Weg, und der Kleingartenverein Am Trinenkamp sind

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Die Städtische Gemeinschaftsgrundschule Königshöher Weg und der Kleingartenverein Am Trinenkamp sind ebenfalls offizielle Projekte der UNESCO Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE).

 

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